Frösche

Frösche sind wohl die bekanntesten und auch beliebtesten Amphibien bei der Allgemeinheit. Mit ihrem Konzert an warmen Sommerabenden und den zum Teil außergewöhnlichen Aussehen gewinnen sie im Handumdrehen das Herz eines jeden Einzelnen. Trotzdem verursachen diese Amphibien die meisten Konflikte. Was dem einen lieb und erwünscht ist, stört den Anderen. Nicht jeder mag das allabendliche Froschkonzert und besteht auf seine Ruhe. Wer Probleme mit Fröschen an seinem Teich hat, kann Orfen in den Teich setzen. Diese fressen bevorzugt Kaulquappen und den Froschlaich.

In Europa gibt es verhältnismäßig viele Frosch-Arten. Auf der ganzen Welt leben etwa 2600 verschiedene Arte von Fröschen. Einige Frösche sind allerdings inzwischen vom Aussterben bedroht und stehen daher unter Naturschutz. Frösche sind vor allem bei der Vernichtung von Insekten sehr nützlich und bedürfen deshalb unseres besonderen Schutzes.

Doch was sind Frösche? Frösche gehören zu den Amphibien. Sie besitzen ein so charakteristisches Aussehen, dass man sie sofort auf dem ersten Blick erkennt. Diese Amphibien haben alle einen rundlichen Körper, der gedrungen wirkt sowie lange, kräftige Hinterbeine und kurze Vorderbeine. Das breite Froschmaul besitzt keine Zähne. Ihre Beute fangen Frösche mit ihrer langen Zunge. Ihre Vorder- und Hinterfüße haben jeweils fünf Zehen, zwischen denen bei im Wasser lebenden Fröschen Schwimmhäute wachsen. Unsere in Deutschland lebenden Frösche sind meistens grün oder bräunlich gefärbt.

In Deutschland leben vor allem der Teichfrosch, Grünfrosch, Laubfrosch, Grasfrosch und die Erdkröte. Der Schönste von allen ist jedoch noch immer der Laubfrosch. Die gerade mal fünf Zentimeter großen Frösche sind leuchtend grün und haben auf jeder Seite einen schwarzen Streifen, der charakteristisch für diese Art der Amphibien ist. Sie werden bis zu 25 Jahre alt. Grasfrösche erreichen dagegen nur ein Alter von drei bis zwölf Jahren.

Der Teichfrosch – diese Amphibien sind auch unter dem Namen Wasserfrosch bekannt – lebt vorzugsweise in unserem Gartenteich. Mit seinen unterschiedlichen Rückenfärbungen (grün bis braun) und der hellgrünen Linie, die sich über seinen ganzen Rücken zieht, ist er sofort zu erkennen. Diese Frösche werden bis zu neun Zentimeter groß. Sein lautes Rufen ist durch die zwei äußeren Schallblasen an den seitlichen Mundwinkeln möglich. Teichfrösche sind sehr anpassungsfähig. Daher sind sie einige der wenigen Arten, die nicht vom Aussterben bedroht sind.

Sie verlassen das Wasser eigentlich nur, um sich zu sonnen oder in der näheren Umgebung nach Würmern, Schnecken oder Insekten zu jagen. Diese Amphibien überwintern unterm dem Eis im Wasser. Nur wenige Frösche sind in der Lage, ihre Körperfunktionen so stark zu reduzieren, dass allein die Hautatmung reicht, um Sauerstoff aufzunehmen. Trotzdem hilft auch hier eine Überwinterungshilfe wie zum Beispiel einem Teichheizer. Teichfrösche können bei regelmäßiger Fütterung sogar handzahm werden.

Der Laubfrosch dagegen ist in Deutschland selten geworden. Sie leben auf Büschen und Bäumen in der Nähe von Teichen, von wo sie auch jagen. Ihre grüne Farbe dient hervorragend zur Tarnung vor Feinden und sind auch aus der Nähe nur schwer zwischen Blättern auszumachen. Nur zum Laichen suchen Laubfrösche den Teich auf. Laubfrösche stehen in Deutschland unter Naturschutz.

Der Grasfrosch lebt sehr gern in der Nähe von Teichen. Mit ihrer braungelben Farbe werden sie oft übersehen und haben schon manchen Menschen erschreckt, wenn sie plötzlich vor den Füßen weg sprangen. Diese Frösche sind nützliche Insektenfresser, die einen großen Beitrag dazu leisten, uns das Leben im Garten erträglicher zu machen. Sie sind ideale Schädlingsbekämpfer.

Frösche sind ein wichtiger Teil unserer Natur und sollten auch so behandelt werden.