Kröten

Kröten gehören genau wie Frösche und Molche zu einem Garten und einem Gartenteich dazu. Obwohl sich viele Menschen vor Kröten ekeln, sind doch auch diese Amphibien ein Teil der Natur und nützlich für unseren Garten und der Umwelt allgemein. Ein kurzer Überblick hilft vielleicht die ganz besondere Persönlichkeit dieser Amphibien kennen und vielleicht auch lieben zu lernen.

Kröten bilden eine eigene Familie innerhalb der Ordnung der Froschlurche. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 500 Arten, die auf allen Kontinenten der Erde vertreten sind. Natürlich fehlen diese Amphibien auf Madagaskar, Grönland, Neuseeland, in der Antarktis und vielen Pazifik-Inseln. In Australien gibt es nur eine Kröten-Art: die Aga-Kröten.

Die Erdkröte ist in Europa dagegen am häufigsten vertreten.

Kröten besitzen ein anderes Wesen als Frösche, die meist munter durch die Gegend hüpfen. Diese Amphibien sind im Gegensatz zu Fröschen nicht so hektisch und fassen sich auch trockener als Frösche an. Die Haut von Kröten fühlt sich wie weiches Leder an. Allgemein leben Kröten auch lieber in trockeneren Gebieten als andere Amphibien. Nur zur Eiablage gehen Kröten ins Wasser.

Kröten springen auch entgegen der landläufigen Meinung nicht. Ihre Vorder- und Hinterbeine sind etwa gleich lang, so dass ein Springen fast unmöglich ist. Sie laufen.

Ein weiteres besonderes Merkmal von Kröten ist ihre Prägung an ihre Laichgewässer. Jedes Gewässer, das geeignet ist, wird in kürzester Zeit besiedelt. Kröten müssen also nicht künstlich angesiedelt werden. Sie kommen 100 %ig von ganz allein. Ausbleibende Kröten und auch Frösche bedeuten in den meisten Fällen, dass das Gewässer sprich Gartenteich absolut ungeeignet ist, um darin zu laichen. Amphibien wissen instinktiv, welches Gewässer gut sie und ihre Brut ist. Hier hilft es auch nicht, sie anzusiedeln. Das wäre ein sicheres Todesurteil für diese Tiere.

Allerdings sind Kröten an unseren heimischen Gartenteichen eher selten zu finden. Findet man doch eine, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Erdkröte oder eine Knoblauchkröte. Diese zu unterscheiden, ist allerdings recht schwierig, da sie sich frappierend ähnlich sehen. Nur an den Pupillen ist ein Unterschied erkennbar. Die Pupille der Knoblauchkröte ist nämlich senkrecht, während die Pupille der Erdkröte waagerecht elliptisch ist.

So mancher Tierliebhaber fragt sich natürlich im Winter, wie die freilebenden Amphibien bei der Kälte überleben können. Der Winter bildet im Allgemeinen kein Problem für Kröten. Sie wissen ganz genau, wann es Zeit ist, sich auf die Winterstarre einzurichten. Sie graben sich dann tief in die Erde ein, verfallen in die Winterstarre und verharren in dieser bis zum Frühling.

Sollte sich doch mal eine Kröte im winterlichen Keller finden, ist es ratsam, diese fachgerecht zu überwintern. Ideal wäre ein Kühlschrank, da dieser konstante Temperaturen um 5 °C garantieren kann. Nur wer möchte schon eine Kröte neben seinen Lebensmitteln zu sitzen haben? Ein kühler Keller schafft hier schnell Abhilfe. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Temperatur 8 °C nicht übersteigt.

Im Notfall ist auch eine Überwinterung im wachen Zustand möglich Hierzu kann ein Terrarium angelegt werden, in dem die  Kröte überwintern kann.

Kröten sind genau wie Frösche und Molche nicht nur durch ihre natürlichen Feinde bedroht. Auch der Mensch sorgt konsequent für eine langsame Ausrottung der Amphibien. Ein Umdenken wäre langsam erforderlich.