Molche

Fast jeder, der einen Gartenteich besitzt, hat sich schon einmal mit dem Thema Molche befassen müssen, denn ein Gartenteich ohne Molche ist ein eher unwahrscheinlicher Fall. Neben Kröten und Fröschen leben in unseren Gartenteichen bevorzugt Molche. Doch was sind Molche und was wissen wir über sie?

Molche sind Amphibien. Sie gehören zu der Gruppe der Schwanzlurche – eine Ordnung der Amphibien. Insgesamt gibt es auf der Erde ungefähr 300 Schwanzlurch-Arten. In Deutschland gibt es ca. 6 Arten davon. Dazu gehören der Alpensalamander, der Kammmolch, Bergmolch, Feuersalamander, Teichmolche und Fadenmolch. Die Molche, die längere Zeit eines Jahres im Wasser leben, werden als Molche bezeichnet. Schwanzlurche dagegen, die nur zur Geburt oder zur Eiablage das Wasser aufsuchen, werden als Salamander bezeichnet. In unseren heimischen Teichen leben bevorzugt der Teichmolch und der Kammmolch. Diese Amphibien leben im Frühling und im Sommer gern in stehenden Gewässern, die ein dichtes Wachstum an Wasserpflanzen aufweisen. In diesen Gewässern pflanzen sich diese Molche auch fort und verbringen dort ihre Entwicklung von der Larve zum Molch.

Da Molche Amphibien sind, haben sie – genau wie Kröten und Frösche – eine nackte und drüsenreiche Haut. Diese Haut hat den Nachteil, dass diese die Haut der Amphibien nur unvollkommen vor einer Austrocknung schützt. Aus diesem Grund können Molche nur feuchte Lebensräume bewohnen.

Molche, die im Wasser leben, atmen durch Kiemen, die sich seitlich an deren Kopf befindet. Erwachsene Molche besitzen sogar zwei Möglichkeiten der Atmung. Sie können über die Haut – auch im Wasser – atmen, aber auch über die Lunge, die nur sehr einfach ausgebildet ist. Durch die einfache Ausbildung der Lunge der Amphibien atmen Molche allerdings hauptsächlich über die Haut.

Molche sind selten zu entdecken, da meist sehr versteckt leben. Gerade, wenn sie von August bis März an Land leben, sind sie schwer zu finden. Dann leben sie an feuchten Stellen in Gewässernähe, wo sie sich tagsüber unter Holz, Steinen oder in Erdhöhlen verstecken. Nur nachts verlassen sie ihr Versteck und gehen auf die Jagd nach Nacktschnecken, Insekten und Regenwürmern. Wenn dann der Spätherbst beginnt, vergraben sich die Molche tief im Boden und verfallen in die Winterstarre. So überleben sie den Winter und kommen im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, aus dem Versteck. Dann begeben sie sich in nahe Gewässer. Das ist auch die Zeit, in der die Fortpflanzung der Molche beginnt. Teich- und Kammmolchen wächst dann ein Rückenkamm. Durch diesen Rückenkamm sehen diese Amphibien sehr prächtig aus. Mit Duftstoffen locken die männlichen Molche die Weibchen an und wedeln diesen mit dem Schwanz zu. Mit dem Umtanzen des Weibchens folgt sie dem männlichen Molch, der ein Samenpaket absetzt, das vom Weibchen mit der Kloake aufgenommen wird. Ist das geschehen, beginnt die Eiablage. Die daraus schlüpfenden Larven entwickeln sich binnen 3 Monate zu jungen Molchen, die im August oder September an Land gehen.

Molche gehören zu den gefährdeten Arten. Da sie wichtige Funktionen in den ökologischen Kreislauf von kleinen Gewässern erfüllen, müssen sie unbedingt vor dem Aussterben bewahrt werden. Durch die Verrohrung, Begradigung und Ausbetonierung von Gräben, zu steile Uferbefestigungen und anderen Faktoren wie Straßenbau, sterben Molche aus. Sie können sich kaum noch fortpflanzen. Durch ihren Schutz durch die Bundesartenschutzverordnung dürfen Molche nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Molche bedürfen eines besonderen Schutzes. Helfen Sie mit Ihrem Teich dabei.