Schlammsauger und Teichsauger
Wenn es vor allem im Frühjahr wieder um Gartenteich und Technik geht, hört man immer mal wieder den Begriff Schlammsauger. Ein Schlammsauger ist ein nicht nur äußerst nützliches, sondern auch absolut notwendiges Gerät, wenn es um Gartenteich und Technik geht.

Mit einem Schlammsauger kann man schnell und sehr unkompliziert den Gartenteich vor allem im Frühjahr von überschüssigem, verrottetem Pflanzenmaterial befreien. Den ganzen langen Winter über und auch schon ab Herbst hat sich nämlich am Grund des Teiches immer wieder abgestorbenes Pflanzenmaterial angesammelt. Das ist ein vollkommen natürlicher Vorgang und auch absolut notwendig, um das gesunde Ökosystem auch in einem Gartenteich aufrecht zu erhalten. Allerdings muss speziell bei einem Gartenteich dieses abgestorbene Pflanzenmaterial nach dem Winter von Menschenhand via eines Schlammsaugers entfernt werden, da ein Gartenteich in der Regel zu klein ist, um sich ausreichend selbst reinigen zu können.
Wer sich nämlich gegen einen Schlammsauger im Zusammenhang mit Gartenteich und Technik entscheidet, wird es sehr schwer haben, die Biomasse am Grund des Teiches zu entfernen. Mit einem Schlammsauger geht das sehr unkompliziert und auch professionell, wohingegen man mit Schaufel und Co nicht so schnell und entspannt zum Ziel kommt.
Das Pflanzenmaterial, das sich den Winter über am Grund des Sees angesammelt hat, muss in jedem Fall aus dem Teich befördert werden, da ansonsten die Möglichkeit besteht, dass der Teich so zu sagen umkippt. Mit einem Umkippen ist hierbei gemeint, dass sich der pH-Wert soweit ändert, dass ein Überleben von vielen Pflanzen und vor allem von allen Fischen nicht mehr möglich ist. Bis es jedoch soweit kommt, ist es schon ein längerer Prozess.
Zunächst einmal ist abgestorbenes Pflanzenmaterial in einem Gartenteich nicht das eigentliche Problem. Das Hauptproblem sind viel mehr die Bakterien am Grund des Teiches, die diese Biomasse als hervorragende Nahrungsquelle nutzen. Dabei jedoch produzieren die Bakterien so genannte Faulgase, in der Regel sind das Schwefelverbindung, die nicht nur für die menschliche Nase unerträglich sind, sondern auch vielen anderen Lebewesen wie Pflanzen und Tieren im Teich das Leben schwer machen können. Solche Faulgase entweichen aber glücklicherweise ungehindert über die Wasseroberfläche. Im Winter jedoch ist ein solches Entweichen nicht immer uneingeschränkt möglich, weil sich auf der Oberfläche in der Regel eine mehr oder weniger dicke Eisschicht gebildet hat. Natürlich kann man hier mit Hilfe eines Eisfreihalters dafür sorgen, dass durch ein Loch in der Eisdecke auch im Winter giftige Gase rasch entweichen können. Allerdings sammeln sich doch über den Winter hinweg mehr Schwefelverbindungen im Teich an als im Sommer, da der Gasaustausch über ein kleines Loch in der Eisdecke noch besonders hoch, aber in jedem Fall ausreichend ist.
Ist nun also der Winter vorüber und die Sonne beginnt langsam die Eisdecke zu schmelzen und das Wasser wieder zu erwärmen, fühlen sich vor allem auch die Bakterien am Teichgrund wohler. Denn bei einer höheren Wassertemperatur gehen auch ihre Stoffwechselprozesse deutlich schneller vonstatten als bei 4°C. Deshalb haben sie zudem aufgrund des immensen Nahrungsangebots, das sich über den Winter in Form von abgestorbener Biomasse angesammelt hat, die Möglichkeit, sich deutlich schneller zu vermehren, als im Winter. Dies könnte wiederum sehr rasch zu einer Plage dieser Bakterien führen. Und schließlich würde im Wasser so viel an Faulgas gebildet werden, dass selbst der Austausch über die Wasseroberfläche nicht mehr ausreichend ist.
Wer jetzt nicht mit einem Schlammsauger die Biomasse vom Grund des Teiches entfernt, riskiert zusätzlich, dass sich auch Algen und andere unerwünschte Pflanzen auf dieser Biomasse wohl fühlen und immens vermehren.
Ein Schlammsauger ist für jeden Teichbesitzer gerade im Frühjahr ein absolutes Muss und man sollte auch mit dem Absaugen nicht zu lange warten.