Teichheizung

Gartenteich und Technik gehen heute Hand in Hand. Wer sich heute für einen eigenen Gartenteich entscheidet, sollte die nötige Technik dabei nicht aus den Augen lassen. Denn ein richtiger Gartenteich benötigt durchaus einige Gerätschaften, die nur die moderne Technik liefern kann. Dazu gehört zum Beispiel auch eine Teichheizung.

Eine Teichheizung ist gerade in unseren Breiten unabdingbar, da sie auch im Winter eine moderate Temperatur im Teich erhält. Natürlich fallen viele Teichfische gerade bei sehr strengen Temperaturen in eine Art Kältezustand, der ähnlich einem Winterschlaf ist. Allerdings ist dieser Winterschlaf bei Weitem nicht so kontinuierlich wie wir ihn von anderen Tierarten her kennen. Denn Fische fressen sich eine isolierende Fettschicht vor dem Winter an und sie müssen demnach auch im Winter hin und wieder Nahrung aufnehmen und Stoffwechselprodukte abgeben. Auch die Pflanzen leben selbstverständlich auch im Winter weiter. Natürlich sind alle Stoffwechselraten auf ein Minimum beschränkt, denn bei geringer Temperatur laufen ohnehin alle Stoffwechsel viel langsamer ab, aber sie laufen dennoch weiter.

Und diese Stoffwechselprodukte, die zum Beispiel auch durch die Zersetzung von abgestorbenem Pflanzenmaterial entstehen, müssen aus dem Wasser gelangen können. Gartenteich und Technik gehören hier unweigerlich zusammen. Denn die Faulgase, die zum Beispiel durch bakterielle Aktivität entstehen, müssen durch die Eisdecke, die sich im Winter an der Oberfläche bildet, entweichen können. Ist dies zum Beispiel ohne eine Teichheizung nicht gewährleistet, so verbleiben diese gefährlichen und auch giftigen Faulgase im Wasser und wandern mit dem dicker werden der Eisschicht immer weiter nach unten in Richtung Grund des Teiches.

Die Fische aber, die den Winter über im Teich verbleiben, befinden sich in der Regel immer am Grund des Teiches, denn hier ist die Wassertemperatur ohne Teichheizung normalerweise konstant bei 4°C, zumindest, solange der Teich tief genug ist und nicht bis auf den Grund zufriert.

Mit einer Teichheizung kann man nun erreichen, dass zumindest an einer Stelle die Eisdecke offen bleibt. Auf diese Weise können Faulgase und andere Stoffwechselprodukte ganz leicht das Wasser verlassen und Fische und andere Lebewesen nicht lebensbedrohlich werden. Meistens handelt es sich bei solchen Gasen um Schwefelverbindungen, die beim bakteriellen Abbauprozess von Pflanzenmaterialien freiwerden. Solche Schwefelverbindungen entstehen zudem zusammen mit Sauerstoff, so dass gleichzeitig auch Sauerstoff aus dem Wasser entzogen wird. Solange jedoch der bakterielle Abbau im Rahmen bleibt, muss man sich um die Sauerstoffversorgung der Fische keine Gedanken machen, zudem im Winter, während der Winterstarre, die Fische auch deutlich weniger Sauerstoff benötigen, da sie sich ja viel weniger bewegen und auch ihre Stoffwechselrate deutlich heruntergefahren ist, wie in einem normalen Winterschlaf eben auch.

Gartenteich und Technik gehören natürlich nicht nur im Winter zusammen, sondern zu jeder Jahreszeit. Es gibt sehr viele Gerätschaften, die das Unterhalten eines Gartenteiches nicht nur deutlich vereinfachen, sondern die Haltung erst wirklich möglich machen. Eine Teichheizung sollte aber jeder Teichbesitzer haben.

Viele Teichbesitzer machen sich jedoch Sorgen, dass durch die Teichheizung die Teichbewohner in ihrem normalen Rhythmus gestört werden könnten oder negativ beeinflusst werden könnten. Diese sorge muss man sich aber nicht machen, da eine normale Teichheizung nicht den kompletten Teich erwärmt, sondern nur eine kleinere Fläche eisfrei hält. Die Größe der Fläche kann durch die Wattstärke der Teichheizung frei gewählt werden und ist von der Größe des Teiches vollkommen unabhängig. Außerdem arbeiten die meisten Teichheizungen so gut wie geräuschlos, so dass die Tiere im Teich kaum etwas von der Anwesenheit der Teichheizung zu spüren bekommen.