Naturpool
Ein Naturpool im eigenen Garten? Wer hätte nicht schon einmal davon geträumt? Gerade in sehr heißen Sommern kann man sich kaum etwas Schöneres vorstellen, als eine angenehme, erfrischende Abkühlung im eigenen Naturpool.

Dass ein Naturpool oder auch Schwimmteich genannt aber nicht nur etwas für den Menschen zum Vergnügen ist, überlegen sich viele erst beim Teichbau. Dabei sollte speziell, wenn es um einen Naturpool geht, vorab einige wichtige Überlegungen begangen werden. Ein Naturpool sollte nämlich beim Teichbau so konzipiert werden, dass er nicht nur groß genug, sondern auch tief genug ist. Und damit sind nicht die Ausmaße gemeint, die der Mensch darin zum Schwimmen oder Abkühlen benötigen könnte, sondern vor allem die Ausmaße, die ein gut funktionierendes Ökosystem nun einmal braucht, ob intakt zu bleiben und Eingriffe des Menschen zu vermeiden.
Denn ein Naturpool sollte zudem etwas sein, bei dem der Mensch nach dem Teichbau nicht mehr in das bestehende Ökosystem einzugreifen braucht. Ein Naturpool enthält praktisch alle Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, um sein eigenes Ökosystem aufzubauen und gelegentliches Betreten durch den Menschen wieder auszugleichen. Bei jeder Erfrischung im Naturpool bringt der Mensch nicht nur Stoffwechselprodukte mit in das Ökosystem, die sich zum Beispiel auf seiner Haut befinden, sondern auch eine Vielzahl an Mikroorganismen, die gleichfalls Haut und Oberfläche des Menschen besiedeln. Solche eingebrachten, fremden Substanzen müssen von den Teichbewohnern im Schwimmteich wieder ausgeglichen werden bzw. in andere Stoffe umgewandelt werden, damit sie dem Ökosystem auf natürliche und unschädliche Art und Weise wieder zu geführt werden können.
Ein solches Ökosystem aufzubauen erfordert einiges an guter Planung und auch einiges an Geschick beim Teichbau. Denn ein Naturpool stellt deutlich andere Anforderungen im Teichbau als ein gewöhnlicher Fisch- oder Gartenteich. Ein Naturpool muss aus unterschiedlichen Zonen bestehen. In diesen Bereichen gibt es dann Zonen, die ausschließlich für den Menschen zugänglich sind und vor allem, was noch viel wichtiger ist, Zonen, die auf keinen Fall vom Menschen betreten werden sollten. Denn solche Zonen dienen der Reinhaltung und Aufrechterhaltung des Ökosystems und der Wasserqualität. In diesen Bereichen werden vorwiegend Pflanzen angesiedelt, die der Reinhaltung des Wassers dienen. Hier leben auch vorzugsweise Bakterien und andere Mikroorganismen, die sich auf die Unschädlichkeitsmachung von vom Menschen eingebrachten Substanzen spezialisiert haben.
Ein Naturpool ist zudem, da er in seinen Ausmaßen doch immer beschränkt ist, ein sehr empfindliches Ökosystem. Deswegen sollte der Mensch immer versuchen, Rücksicht auf diese natürliche Empfindlichkeit zu nehmen. Das bedeutet, dass er zum Beispiel nicht zu häufig den Naturpool betreten sollte, dass er sich vorher abduschen sollte, damit zum Beispiel auch nicht zu viele Produkte ins Wasser gelangen, mit denen selbst die geschicktesten Mikroorganismen nichts anzufangen wissen, wie zum Beispiel Shampoo Reste oder ähnliches, die sich dann im Wasser ansammeln, weil sie weder abgebaut noch umgewandelt werden können. Auch sollten nicht zu viele Menschen auf einmal den Schwimmteich betreten und selbstverständlich sollten alle Zonen, die ausschließlich für die Teichbewohner vorgesehen sind, überhaupt nicht vom Menschen betreten werden.
Sehr wichtig ist auch, dass man nach dem Teichbau als Teichbesitzer noch ein wenig Geduld mitbringt, und den Teich erst betritt, wenn sich das empfindliche Ökosystem eingestellt hat. Ein zu frühes Betreten könnte ein Ökosystem, das gerade im Begriff ist sich aufzubauen und einzuspielen, sehr schnell aus der Bahn werfen und auch für den Menschen nur Nachteile mit sich bringen.