Garnelen

Garnelen werden nicht so oft zusammen mit Teichfischen in einem Teich gehalten, aber eine absolute Seltenheit sind sie dennoch nicht. Garnelen sind für Teichbesitzer und Zuschauer besonders interessant zu beobachten, denn Garnelen findet man nicht wie Teichfische in jedem heimischen Gartenteich.

Häufig kennt man die Garnele mehr aus exquisiten Gerichten oder aber als Salzwassergarnele. Dass Garnelen aber durchaus auch im heimischen Gartenteich gut leben können, ist in der breiten Bevölkerung weniger bekannt.

Alle Garnelen gehören zu den Krebstieren, sie sind perfekt an die Umgebung Wasser angepasst. Sie können sowohl bequem auf dem Grund laufen, als auch sehr gut schwimmen. Die Beine im hinteren Abschnitt ihres Körpers sind nämlich hervorragend zum Schwimmorganen umgebildet.

Garnelen werden unterschiedlich groß. Es gibt Sorten, die sehr klein sind und das auch bleiben und dann gibt es Garnelen, die sehr groß werden. Zum Beispiel die wirtschaftlich am Interessanteste Garnele ist die Geißelgarnele, die bis zu 10 cm lang wird und als Delikatesse sehr geschätzt wird.

Dass Garnelen in unseren Breiten auch wild vorkommen, ist eher selten. Man findet aber durchaus eine Art der Garnele auch in Deutschland, das ist Atyaephyra desmaresti. Diese Garnele ist eine ausgesprochene Süßwassergarnele und lebt vor allem im Stromgebiet des Rheins. Man findet sie aber auch in Ostdeutschland und in Österreich. Diese Garnele eignet sich auch gut als Teichbewohner. Sie wird etwa 3 cm lang und ihr Körper wirkt stark transparent. Deshalb hat sie mit den Garnelen, wie man sie normalerweise aus dem Salzwasser kennt wenig gemeinsam. Aber sie lässt sich sehr gut mit anderen Teichfischen in einem Gartenteich halten, da sie auch stehende und verkrautete Gewässer sehr gerne als Lebensraum nutzt. Wegen ihrem transparenten Aussehen jedoch wird sie von vielen Gartenteichbesitzern weniger oft in den Teich gesetzt, mit dem Argument, dass man sie ja kaum sieht, weil sie eben so perfekt an leicht grünliches Wasser angepasst ist.

Garnelen werden auch nicht nur im Teich gerne gehalten, sondern auch in Aquarien findet man sie in immer größerem Ausmaß. In Aquarien nämlich lassen sich diese Tiere sehr gut beobachten und ausfindig machen und es ist sehr spannend ihnen bei ihrem Tun zu zusehen. Ihre geschmeidigen Bewegungen faszinieren immer wieder aufs Neue.

Garnelen haben wie manche Teichfische auch einen sehr praktischen Nutzen. Sie fressen nämlich sehr gerne Algen. Das bedeutet, dass sie Teichbewohner sind, die sich sehr für die Reinhaltung und für die Sauberkeit des Wassers einsetzen. Deswegen ist es in der Regel für alle Teichbesitzer und natürlich auch für Aquarium Besitzer von großem Nutzen, einige Garnelen im Teich zu halten. Garnelen sind im Allgemeinen nicht sehr anspruchsvoll und können durch das Fressen der Algen sogar das empfindliche Ökosystem in einem Gartenteich gut aufrechterhalten. Sollten nämlich einmal durch einen sehr heißen Sommer die Algen etwas überhandgenommen haben, kann man sich getrost auf seine Garnelen verlassen. Das funktioniert selbstverständlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn alle Algen können die Garnelen auch nicht vernichten, was auf der anderen Seite auch wieder von Vorteil ist.

Mittlerweile kann man für das heimische Aquarium nicht nur Teichfische in großer Vielzahl und Auswahl erstehen, sondern auch unterschiedliche Garnelenarten werden auf dem Markt angeboten. Dazu gehören ganz verschieden große Sorten und auch ganz unterschiedlich gefärbte Typen. Je nach Geschmack aber auch nach den jeweiligen Anforderungen der Tiere kann man sich verschieden Typen aussuchen und auch untereinander kombinieren und im selben Gewässer halten.