Goldfische
Unter den Teichfischen sind Goldfische die beliebtesten Teichfische, die in fast jedem Gartenteich zu Hause sind. Das mag zum Teil daran liegen, dass das Glitzern ihrer Leiber im Sonnenlicht wunderschön aussieht, aber auch daran, dass diese Teichfische sehr genügsam sind. Aufgrund dieser Genügsamkeit werden sie oft als Haustiere für Kinder und Anfänger in der Fischhaltung verwendet. Doch trotz dieser Pflegeleichtigkeit müssen bei der Haltung und Pflege der Goldfische einige Grundregeln beachtet werden.

Bei der Haltung in einem Teich kommt nicht jeder Goldfisch in Frage. Für diese Haltung kommen nur die gestreckten Rassen wie der einfache Goldfisch, der Kometenschwanz, der Grasgoldfisch und Shubunkins in Frage. Alle anderen Arten von Goldfischen benötigen wesentlich mehr Wärme und sind empfindlicher gegenüber Krankheiten. Außerdem sind sie aufgrund ihrer körperlichen Merkmale nicht fähig, sich in einem Teich angemessen zu bewegen und Nahrung aufzunehmen. Deshalb sollte bei der Wahl der Goldfische auf die Rasse geachtet werden.
Bei der Haltung von Goldfischen als Teichfische muss außerdem beachtet werden, dass nicht zu viele Goldfische in den Teich gesetzt werden. Goldfische vermehren sich sehr stark, so dass es bei anfänglich zu starken Fischbesatz schnell zu Platzmangel im Teich kommen kann. Auch die Fütterung von Goldfischen ist nicht so einfach, wie es scheint. Es gilt: Je kleiner der Teich, desto weniger natürliche Nahrung ist in diesem enthalten. Das bedeutet, dass die Menge des Futters von der Größe des Teiches abhängt. Außerdem gilt, dass unterhalb einer gewissen Wassertemperatur die Fütterung massiv reduziert werden sollte oder die Fütterung ganz eingestellt werden muss. Bei Temperaturen unter 6 °C darf auf keinem Fall mehr gefüttert werden.
Goldfische dürfen nur in Teichen überwintern, die tiefer als 1,5 m sind. Erst ab dieser Wassertiefe sind Goldfische vor Frost sicher und es ist trotzdem noch unter dem Eis genug Wasserraum vorhanden, damit die Goldfische den Winter unbeschadet überstehen. Teiche, die flacher als 1 m sind, frieren im Winter völlig zu, was zum Tode der Goldfische führt. Zusätzlich dazu muss mit einem Schwimmer, einer Heizung oder ähnliches unbedingt eine Stelle des Teiches eisfrei gehalten werden, um die Sauerstoffversorgung zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass Faulgase ungehindert entweichen können. Sollte der Teich trotz dieser Maßnahmen zufrieren, muss mit heißem Wasser ein Loch geschaffen werden. Auf keinem Fall darf der Teich aufgehackt werden. Es könnten die Teichfische dabei verletzt werden.
Neigt sich der Sommer langsam dem Ende entgegen und der Herbst hält langsam Einzug, ändern sich auch die Bedingungen in und um den Gartenteich. Nun muss dringend darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Laub in den Teich gelangt, denn es sinkt auf den Teichgrund und zersetzt sich dort. Dabei werden sehr viel Sauerstoff und Nährstoffe verbraucht und Faulgase freigesetzt. Das ist schädlich für die in dem Teich lebenden Goldfische.
Außer mit Goldfischen sollte der Teich unbedingt mit Wasserpflanzen belebt sein, um den Wasser tierische Stoffwechselprodukte und Nährstoffe entziehen und es mit genug Sauerstoff versorgen. Ab und an muss der Teich entkrautet werden, um den Goldfischen nicht den Lebensraum zu entziehen.
Die Haltung von Goldfischen bereitet viel Freude. Bei guter Pflege bleiben diese Teichfische Ihnen über lange Zeit erhalten.