Kaltwasserfische

Fische werden auch nach ihren Wasserbedingungen klassifiziert. Dazu zählen zum Beispiel die Kaltwasserfische oder Warmwasserfische, genauso wie die Süßwasserfische bzw. Salzwasserfische. Mit Kaltwasserfische und Warmwasserfische ist dabei vor allem auch die Härte des Wassers gemeint. Denn Kaltwasserfische sind mitunter Teichfische, die an härtere Wasserqualitäten gewöhnt sind bzw. diese sehr gut tolerieren können. Warmwasserfische dagegen sind eher Fische, die ein weicheres Wasser bevorzugen.

Gerade zum Beispiel tropische Teichfische bevorzugen ein solches weicheres Wasser. Heimische Kaltwasserfische dagegen sind an härtere Wasserqualitäten gut angepasst. Daher sollte man auch, wenn man im Aquarium vor hat, solche tropischen Teichfische zu halten, auch genauestens auf die Wasserhärte achten und gegebenenfalls einen natürlich unschädlichen Wasserenthärter verwenden.

Wenn man sich aber sowohl im Teich als auch im Aquarium für Kaltwasserfische entscheidet, kann man den Wasserenthärter getrost weglassen. Denn diese Teichfische kommen mit einer höheren Wasserhärte gut klar.

Natürlich wird bei Warmwasserfischen und Kaltwasserfischen auch in erster Linie die Wassertemperatur unterschieden. Kaltwasserfische bewohnen daher am liebsten Wasserumgebungen, die eine eher kühlere Temperatur aufweisen, was jedoch nicht heißt, dass diese Fische nicht auch einmal im Teich sehr warme Stellen aufsuchen. Viele Teichfische lieben es nämlich gelegentlich ein kleines Sonnenbad in einer der Uferzonen im Gartenteich zu nehmen. Solche  Uferzonen sollten im Teich reichlich verteilt sein, damit es nicht zur Konkurrenz mit anderen Teichbewohnern um solche Stellen geht. Solche Teichfische sind zum Beispiel die Goldfische. Goldfische zählen zu den Kaltwasserfischen und fühlen sich sowohl im Gartenteich als auch in Aquarien, die nicht zu warm sind sehr wohl.

Ab welcher Temperatur ein Aquarium bzw. ein Teich als Kaltwasserteich gilt, ist nicht genau festgelegt. Allerdings muss man davon ausgehen, dass ein Halten von tropischen Süßwasserfischen in unseren Breiten in einem Gartenteich kaum möglich ist. Denn so viel Heizen kann man einen Teich im Freien kaum oder gar nicht, dass er sich als tropisches Gewässer für die Fische eigenen würde. Im Aquarium dagegen ist das kein Problem. Kaltwasserfische bevorzugen im Aquarium eine Temperatur, die noch bis Raumtemperatur tolerabel ist. Wird jedoch die Raumtemperatur sehr hoch zum Beispiel im Sommer, dann sollte man möglicherweise sogar mit einer Kühlung, einem Kühlaggregat oder ähnlichem die Wassertemperatur auf einem bestimmten Niveau halten, da sich ansonsten die Kaltwasserfische bei zu hohen Temperaturen sehr schnell unwohl fühlen. Warmwasserfische dagegen lieben Temperaturen zwischen 22 und 28°C, manche können sogar noch höhere Temperaturen gut aushalten.

In der Regel gilt aber als allgemeine Definition, dass ein Aquarium ein Kaltwasseraquarium ist, wenn es ohne Heizung und höchstens mit einer Kühlung im Sommer auskommt. Daher findet man als geeignete Teichfische auch weniger die tropischen Exemplare, obwohl diese natürlich sehr schön anzuschauen sind. Meist handelt es sich bei Kaltwasserfischen um Fische aus Mitteleuropa wie zum Beispiel die Orfen, der Steinbeißer oder der Dreistachlige Stichling. Natürlich auch die Goldfische zählen zu den sehr beliebten Kaltwasserfischen, sowie die Scheibenbarsche. Weiterhin versucht man auch schon seit einigen Jahren erfolgreich Fischarten wie den Hochlandkärpfling und verschiedene Grundeln an die Kaltwasseraquaristik zu gewöhnen. Diese Fische zählen aber eigentlich nicht zu den Kaltwasserfischen und kommen ursprünglich aus den Subtropen bzw. im Falle des Hochlandkärpflings aus sehr hochgelegenen Gebieten in den Tropen.