Stör
Seit Millionen von Jahren gibt es den Stör schon auf der Erde und noch immer ist er einer der begehrtesten Fische überhaupt. Als Produzent von Kaviar, ist er inzwischen vom Aussterben bedroht und nur noch in geringen Zahlen vorhanden. In Deutschland werden Störe als Teichfische gehalten oder in Zuchtanlagen gezüchtet.

Ein Stör ist allgemein sehr friedlich und robust und eignet sich hervorragend für die Haltung in einem Teich. Allerdings ist ein Gartenteich für die Haltung von einem Stör denkbar ungeeignet, da sie als Teichfische einen großen Lebensraum benötigen. Diese Teichfische brauchen eine große Schwimmfläche und eine Mindesttiefe von 1,20 m, da der Stör ständig in Bewegung ist und so viel Platz zum Schwimmen braucht. In kleinen und flachen Teichen würde der Stör eingehen. Auch sauerstoffreiches und kühles Wasser, das strömt, sorgt für das Wohlbefinden von Stören. Störe können bei guter Pflege sogar handzahm und somit ein Teil der Familie werden.
Wer sich doch Störe als Teichfische halten möchte, sollte am besten auf den Echten Sterlet zurückgreifen. Von allen Stör-Arten ist er am kleinsten. Dieser Stör wird nur etwa 1 m groß und 20 Jahre alt. Er ist hellgrau gefärbt und besitzt eine leicht nach oben gebogene schlanke, spitze Schnauze. Beim Kauf sollte vor allem darauf achten, möglichst große Fische zu kaufen (ca. 40 cm). Leben Kois mit im Teich ist eine Größe von 70 cm am günstigsten. Auch der Ernährungszustand des Störs ist beim Kauf wichtig. Ein fast runder Stör ist optimal genährt und gesund.
Wenn Störe als Teichfische gehalten werden, muss der Teich gewisse Anforderungen erfüllen, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Der Teich sollte eine große Fläche haben und mindestens 1,5 m tief sein. Außerdem sollte der Teich frei von Hindernissen wie Steinen, Wasserpflanzen und Wurzeln sein. Die optimale Form des Teiches sollte rund oder oval sein. Ein Stör verfängt sich bei seinem aufwändigen Wendemanövern oft in den Pflanzen und kann sich dann nicht selbst befreien. Eine Todesfalle für sie als Teichfische. Wer seinen Stören etwas besonders Gutes tun möchte, sorgt dafür, dass die Teichwände schräg abfallen. So kann der Stör schräg an den Wänden entlang und an die Wasseroberfläche schwimmen. Eine Filteranlage, wie sie für Koi-Teiche verwendet wird, sollte auch hier Anwendung finden.
Die Fütterung von Stören sollte vorzugsweise am Abend erfolgen, da dann der Stör am aktivsten ist. Forellenfutter, Würmer und Insektenlarven sind das geeignete Futtermittel für den Stör. Es muss bei der Fütterung beachtet werden, dass bei Wassertemperaturen unter 6 °C kaum noch gefüttert werden darf, da bei diesen Temperaturen die Stoffwechselvorgänge stark reduziert sind. Auch bei Temperaturen über 25 °C ist es empfehlenswert, die Fütterung einzustellen, da bei diesen Temperaturen kaum noch Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Ein Stör verhungert nicht, wenn er ab und an nicht gefüttert wird. Er ist in der Lage, 5 Monate ohne Futter zu überleben.
Leben Kois mit im Teich, kommt es zur Futterkonkurrenz zwischen Stör und Koi. Mit Hilfe eines Tricks kann vermieden werden, dass der Koi dem Stör das Futter raubt. Entweder füttert man bei Nacht oder lässt das Futter mit einem Kunststoffrohr auf den Teichboden direkt zu den Stören hinab.
Trotz der umfangreichen Haltungsmaßnahmen bedeutet ein Stör auch viel Freude – vor allem, wenn sie an der Oberfläche schwimmen und gut zu beobachten sind.