Bambuspflanzen
Sieht man so manche beeindruckende Wälder aus Bambuspflanzen, kann man sich nur äußerst schwer vorstellen, dass diese Teichpflanzen zur Familie der Gräser gehören sollen. Bambuspflanzen können viele Meter hoch werden und wirklich wie ein kompletter Wald aussehen.

Wer sich also für Bambuspflanzen als Teichpflanzen interessiert, sollte auf jeden Fall wissen, dass diese Pflanzen nicht nur sehr groß werden können, sondern auch immens schnell wachsen können. Man muss schon sehr viel Platz am Gartenteich haben, um eine Baumpflanze so wachsen zu lassen, wie sie es gerne möchte. Wer seinen Bambus nicht regelmäßig kürzt und beschneidet, der wird sehr bald mit möglichen Platzproblemen zu kämpfen haben. Das wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die Ästhetik im Garten aus, sondern kann mitunter auch andere Teichpflanzen in Mitleidenschaft ziehen, indem der Bambus den anderen Pflanzen nämlich nicht nur Nährstoffe aus dem Boden raubt, sondern zudem auch den kompletten Lebensraum anderer Pflanzen begrenzt. Das kann sich sowohl auf die verfügbare Erde im Boden, also auch auf die Wasserverfügbarkeit und die Sonnenbestrahlung beziehen. Bekommt eine Pflanze zu wenig von auch nur einem der lebensnotwendigen Dinge, wird sie sehr schnell eingehen.
Daher sollte man Bambuspflanzen wirklich immer so pflanzen, dass sie selbst genug Lebensraum zur Verfügung haben und nicht anderen Pflanzen diesen wegnehmen, denn in der Regel siegt der Bambus, wenn es um territoriale Kämpfe geht, oder man bemüht sich, den Bambus durch regelmäßiges Kürzen gut in Schach zu halten.
Viele Bambusarten können auch Blüten bilden. Allerdings ist bei den meisten Bambuspflanzen so, dass sie als monokarpe Pflanzen unmittelbar nach der Blüte und der darauffolgenden Fruchtentwicklung absterben. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass diese Teichpflanzen nicht sehr oft blühen und dass auch eine Blüte in unseren Breitengraden nicht unbedingt sicher ist. Viele Bambuspflanzen blühen zum Beispiel nur alle 12 Jahre, manche sogar noch seltener und nicht selten wurde von Bambuspflanzen berichtet, die nur alle 120 Jahre zur Blüte gelangen. Dass Bambuspflanzen so extrem selten blühen, hat der Wissenschaft schon sehr viele Rätsel aufgegeben. Da die Blüte jedoch so äußerst selten vorkommt, ist eine Erforschung nur sehr schwer möglich. Man nimmt aber an, dass die Seltenheit der Blühzeit dazu beiträgt, dass sich kein Tier auf Bambusblüten spezialisieren kann und daher der Samen der Bambuspflanzen weitgehend erhalten bleibt. Außerdem führt auch die synchrone Blüte vieler Bambuspflanzen dazu, dass mit der Blüte nicht nur eine einzelne Pflanze abstirbt, sondern häufig ganze Wälder von Bambus plötzlich sterben.
Allerdings muss man sich beim heimischen Bambus am Gartenteich um solche Dinge weniger Gedanken machen, denn einen Bambus zum Blühen zu bringen ist wirklich eine Seltenheit. Vielmehr sollte man sich darüber Gedanken machen, dass der Bambus eine sehr schnell wachsende Pflanze sein kann, wenn er optimale Bedingung hat und deshalb eher im Wachstum eingedämmt werden muss, als dass man sich sorgen müsste, die Bambuspflanze könnte in den nächsten Tagen blühen und absterben.
Dass Bambuspflanzen aber nicht nur als attraktive Teichpflanzen von Nutzen sind, zeigt sich zum Beispiel in China oder in Indien. Schon immer diente Bambus als Baustoff oder auch als Brennmaterial. Da er so rasant nachwächst, muss man sich um eine mögliche Abholzung kaum sorgen. Es gibt Möbel aus Bambus genauso wie er als Nahrungsquelle dienen kann. Vor allem die jungen Triebe des Bambusrohrs werden als Gemüse gegessen oder in Essig haltbar gemacht. Der meiste essbare Bambus wird in unseren Breiten aus Asien und Lateinamerika importiert, einzig in Italien wird Bambus noch als Nahrungsquelle angebaut.