Schwimmpflanzen

Schwimmpflanzen sollten in keinem heimischen Gartenteich fehlen. Schwimmpflanzen üben seit jeher eine gewisse Faszination auf den Mensch aus, denn es scheint so, als würden sie vollkommen unabhängig ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Außer Wasser und Sonnenlicht sind sie komplett frei und ungebunden.

Schwimmpflanzen sind auch aus biologischer Sicht betrachtet eine sehr interessante Pflanzenart, denn sie sind von ehemaligen Landpflanzen abgeleitet. Erst würde man eigentlich vermuten, sie stammen von Wasserpflanzen ab, aber das ist nicht korrekt. Es handelt sich bei Schwimmpflanzen um Teichpflanzen, die sich von Landpflanzen wieder zum Leben im Wasser weiterentwickelt haben. Schwimmpflanzen kann man in nahezu allen Gewässern finden. Allerdings werden solche Gewässer bevorzugt, die er stehend sind, also Teiche, Tümpel etc. Man findet sie aber auch sowohl im Salz- als auch im Süßwasser.

Schwimmpflanzen können im Teich sehr gut gehalten werden. Anhand ihrer äußeren Merkmale zum Beispiel ihrer Wuchsform können diese Teichpflanzen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden. Die erste Gruppe, an die man wohl denkt, wenn man den Begriff Schwimmpflanzen hört, sind die komplett freischwimmenden Teichpflanzen, die vorwiegend unter Wasser schwimmen und lediglich die Blüte über die Wasseroberfläche exponieren, solche Pflanzen werden als so genannte Wasserschläuche bezeichnet. Bekannter sind da schon die Wasserhyazinthe und die Schwimmfarne, die an der Wasseroberfläche schwimmen. Diese Schwimmpflanzen haben ihre Blätter komplett an die Oberfläche gebracht und stehen in einem permanenten Austausch mit der Luft. Auch die Wasserlinse ist eine solche sehr bekannte und gerne genutzte Schwimmpflanze.

Weniger als Schwimmpflanzen bekannt sind die Teichpflanzen, die eigentlich am Boden mit den Wurzeln haften, aber dennoch bis zur Wasseroberfläche wachsen. Solche Teichpflanzen werden zwar sehr gerne im heimischen Gartenteich kultiviert, aber kaum einer weiß, dass sie eigentlich auch zu den Schwimmpflanzen zählen. Dazu gehören zum Beispiel die allseits bekannte und geliebte Seerose. Dagegen Seegradgewächse oder Tausendblatt oder manche Moose wie das Quellmoss leben komplett unter Wasser und zählen auch zu den Schwimmpflanzen.

Dann gibt es noch die so genannten Uferpflanzen, die auch zu den Teichpflanzen gehören. Meist hat man solche Pflanzen wie die Teichbinse oder den Teich-Schachtelhalm im heimischen Garten angepflanzt. Auch das bekannte Schilfrohr zählt zu den Uferpflanzen. Eine Besonderheit dieser Teichpflanzen ist jedoch, dass ihre Blätter nicht unterhalb der Wasseroberfläche überleben können. Sobald diese Blätter unter Wasser sind, sterben sie ab. Sie sind also längst nicht so ans Wasser angepasst wie andere Schwimmpflanzen.

Biologisch interessant ist immer wieder die Anpassung vieler Schwimmpflanzen an ihren Lebensraum. Denn gerade Teichpflanzen, die ja in stehenden Gewässern, wachsen, verfügen über ein ausgedehntes Luftgewebe, das dafür sorgt, dass die Pflanze genügend Sauerstoff für Stängel und Wurzeln bekommt. Auch müssen alle Blätter oder Blüten, die über der Wasseroberfläche exponiert werden sollen, über ein ausgeprägtes Luftkammersystem verfügen, denn nur so können sie überhaupt schwimmfähig sein. Wie man es sicher auch schon selbst oft bei Teichpflanzen im Allgemeinen und bei Schwimmpflanzen im Speziellen beobachtet hat, verfügen die Blätter dieser Pflanzen über eine Wachsschicht, die stark Wasser abweisend ist. Meistens hält diese Wachsschicht zudem auch Schmutz von den Blättern ab. Denn nichts wäre für eine Pflanze dramatischer als verschmutzte Blätter, zum Beispiel durch Enten Kot oder ähnlichem, denn mit verschmutzten Blättern kann keine Pflanze mehr ausreichend und optimal Photosynthese betreiben.

Schwimmpflanzen aller Art sind an das Leben im Wasser hervorragend angepasst und wer sich nur ein bisschen für diese faszinierenden Pflanzen interessiert, wird sie in seinem heimischen Gartenteich nicht mehr missen wollen. Zudem auch ein richtiger Gartenteich einige richtige Schwimmpflanzen beherbergen sollte. Solche Pflanzen gehören einfach zu jedem Gartenteich dazu.