Wasserpflanzen
Unter dem Begriff Wasserpflanzen versteht man eine unglaubliche Vielzahl an Pflanzen. Dabei handelt es sich nicht in erster Linie um Teichpflanzen, obwohl das in unseren Breiten doch die Form der Wasserpflanzen überhaupt sind. In wenigen kleineren Bächen findet man hierzulande zwar noch Wasserpflanzen, aber die meisten Pflanzen, die im Wasser leben findet man hier in stehenden Gewässern, wie Seen oder Teichen.

Natürlich sind Teichpflanzen mitunter das erste, was man sich überlegt, wenn man einen eigenen Gartenteich anlegen möchte. Kein Teich ist komplett, wenn er nicht von schönen Wasserpflanzen bewachsen wird. Bei der Wahl der Wasserpflanzen sollte man sehr genau vorgehen und sich vorab unbedingt sehr gut informieren lassen bzw. im Baumarkt oder Pflanzenhandel beraten lassen. Denn Wasserpflanze ist nicht gleich Wasserpflanze. Nicht alle Wasserpflanzen können zum Beispiel mit anderen Pflanzen kombiniert werden. Auch muss überlegt werden, ob in dem Teich außer Pflanzen auch noch andere Lebewesen beherbergt werden sollen, wie zum Beispiel Fische, Schildkröten oder Frösche. Entscheidet man sich nämlich für eine Pflanze, die einem optisch zwar sehr zusagt, aber für andere Lebewesen im Teich giftig wäre, so kann man diese Pflanze nicht in den Teich setzen. Wählt man dagegen einen Teich komplett ohne tierische Mitbewohner, kann man getrost auch solche Wasserpflanzen wählen.
Manche Pflanzen sind zwar nicht giftig, wenn sie regulär im Wasser wachsen, aber sobald sie zum Beispiel von Fischen oder anderen Tieren angeknabbert werden, können sie schwere Gesundheitsschäden hervorrufen. Daher besser vorher genau überlegen, ob man solche Pflanzen möchte. Denn es könnte ja auch sein, dass man zwar im Moment nicht an tierische Mitbewohner denkt, zu einem späteren Zeitpunkt aber doch Fische haben möchte. Dann muss man erst wieder sehen, wie man jene Wasserpflanzen wieder komplett aus dem Teich herausbekommt.
Auch muss man bei Teichpflanzen sehr genau darauf achten wie sie wachsen. Denn manche Wasserpflanzen sind ausgesprochene Langsamwachser und andere dagegen sind die reinsten Wucherpflanzen. Je nachdem wie groß der Teich angelegt wird, sollte man diese Form der Wasserpflanzen auswählen. In der Regel sind Wucherpflanzen nur dann zu empfehlen, wenn man einen wirklich großen Teich hat oder wenn man gleichermaßen Tiere zum Beispiel Fische hält, die sich von diesen Pflanzen ernähren, so dass das Wuchern von den Tieren in Schach gehalten wird. Ansonsten sind Wucherpflanzen nur sehr bedingt zu empfehlen. Anfangs lässt man sich jedoch schnell verleiten und möchte seinen neuen und noch leeren Gartenteich schnell schön grün und bewachsen sehen. Das ist nur verständlich. Dennoch sollte man so viel Geduld wie nur möglich aufbringen, denn es ist einem auch nicht damit gedient, wenn man alle paar Wochen im Teich herumwaten muss, um die zu stark wachsenden Wasserpflanzen zu kürzen oder rauszureißen.
Neben der Optik mancher Pflanzen, sollte man immer auch auf die Anforderungen der Wasserpflanzen achten. Denn nicht alle Teichpflanzen haben die gleichen Anforderungen. Es gibt Wasserpflanzen, die machen alles mit, Sommer, Winter, Licht, Schatten, und sind entsprechend anspruchslos in der Haltung und Pflege. Und dann gibt es die Teichpflanzen, die sehr anspruchsvoll sind. Die zum Beispiel nicht im Teich überwintern können. Solche Pflanzen müssen entweder in Pflanzkübeln gehalten werden, und über den Winter in einem anderen Gewässer, der eine moderate Temperatur hält, untergebracht werden, oder man muss sich eine Teichheizung im Gartenteich installieren, damit die Temperatur auch im Winter nicht zu tief absinkt. Auch gibt es Pflanzen, die keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen und nur in den Schatten gepflanzt werden dürfen. Oder solche Pflanzen, die ausschließlich am Grund des Sees wachsen. Von solchen Pflanzen haben dann meistens nur die Wasserbewohner etwas und weniger das menschliche Auge, da sie meist von der Wasseroberfläche aus gar nicht zu sehen sind.