Wassertest und Wasseraufbereitung
Wer lange Freude an seinem Gartenteich haben möchte, wird sich früher oder später mit dem Thema Wassertest auseinander setzen müssen.

Regenfälle, Algen und andere Einflüsse verschmutzen den Teich und gefährden die kleine ökologische Welt. Da der Teich ein künstlich vom Menschen angelegtes System ist, das sich nicht wie natürliche Gewässer selbst reinigen kann, muss hier der Mensch helfend eingreifen. Verschiedenes Teichzubehör wie Filter oder auch den Wassertest wirken hier unterstützend.
Spätestens, wenn es Probleme mit dem Gartenteich gibt, weil vielleicht Algen wild wuchern oder die geliebten Teichfische eingehen, ist ein Wassertest empfehlenswert. Schon die optische Beurteilung (Trübung, Verhalten der Fische und/oder Verschlammung) kann Aufschluss über die Problematik geben. Letzte Gewissheit gibt jedoch nur eine Analyse des Wassers. Ein Wassertest kann auf vielfältige Art und Weise durchgeführt werden. Viele Zoofachhandel, Gartenmärkte und Baumärkte bieten einen Wassertest als Teichzubehör in Form von Teststreifen oder Koffersets an. Einige Fachhandel besitzen den Service, einen solchen Wassertest für den Gartenteich-Besitzer durchführen. Dieser entnimmt dann einfach eine Probe aus seinemTeich, bringt diese zu den betreffenden Händler und erhält dann umgehend das Ergebnis der Analyse. Dabei muss beachtet werden, dass das Wasser direkt aus dem Teich in das Probegefäß gefüllt und nicht erst aus einem anderen Behälter umgefüllt wird, da sonst die Werte verfälscht werden und somit nutzlos sind.
Bei einem Wassertest dieser Art wird zum Beispiel der pH-Wert, Sauerstoff, Nitrit, Phosphat, Ammonium, Zink, etc. und Wasserhärte getestet, denn diese sind notwendig für den Erhalt eines gesunden Gartenteiches. Zu hohe Phosphat- und Nitratwerte fördern das Wachstum von Algen und führen nach einiger Zeit zum Sauerstoffmangel im Gartenteich und somit zum langsamen Tod der in ihm lebenden Pflanzen und Fische.
Teichzubehör wie KH-plus und Oxy-Kalk oder auch Teich-Humin mit Erlenrinde helfen, die Qualität des Wassers zu erhalten. Auch ein guter Teichfilter sollte beim Teichzubehör nicht fehlen. Ein regelmäßiger Wassertest hilft, Krankheiten und vermehrtem Algenwachstum vorzubeugen.
Im Handel gibt es eine Vielzahl an Wassertests. Bei der riesigen Auswahl kann man schier verzweifeln. Angefangen bei einem einfachen Teststreifen bis hin zum kleinen, tragbaren Chemielabor ist alles im Handel erhältlich. Für kleinere Gewässer reicht schon ein Teststreifen als Wassertest. Wer es sich zutraut und gern rumexperimentiert, kann zum tragbaren Chemielabor greifen. Wem das alles allerdings zu viel Aufwand ist oder er vielleicht ob der Masse an Wassertests überfordert ist, kann eine Probe zu einem Händler seines Vertrauens bringen und das Wasser seines Teichs testen lassen.
Wer seinen Gartenteich neu anlegt, sollte auf jeden Fall in den ersten Wochen und Monaten in kurzen Abständen regelmäßig einen Wassertest durchführen. Wenn sich die Werte dann eingefahren haben, können die Abstände zwischen den einzelnen Tests verlängert werden.
Oft bieten Fachhändler mit ihrem Teichzubehör schon alle notwendigen Maßnahmen an, die eine schnelle Verschmutzung des Wassers vermeiden. Auch eine gute Beratung kann helfen, Fehlern vorzubeugen, die zu einer Verschmutzung des Teiches führen.
Ein Wassertest ist lebensnotwendig für das ökologische System Gartenteich. Egal, für welche Art von Test man sich entscheidet: Wichtig ist das Ergebnis und die bekommt man mit einer Wasseranalyse vom Fachmann oder mit einem der tragbaren Labore. Die angebotenen Teststreifen bieten nur ungenaue Daten.
Eine gute Pflege des Gartenteiches sorgt für eine gesunde Teichwelt, so dass der nächste Wassertest kein Alptraum wird.